Basketballer Colin Schroeder geht den nächsten Schritt und wechselt von den EWE Baskets Oldenburg an die California State University zu den Fresno Bulldogs. Mehrere Colleges hatten um ihn geworben, Stipendium inbegriffen. Der 19-Jährige kann bereits auf eine starke Bilanz blicken: U18-Europameister, Nationalspieler, Profi-Erfahrung und frischgebackener Abiturient. Er ist der erste Bremer, der aufgrund seiner Basketballleistung an ein US-College wechselt. Sein Weg bestätigt die erfolgreiche Förderung durch die sportbetonte Oberschule Ronzelenstrasse. Sportliche Spitzenleistungen und gute schulische Abschlüsse schließen sich nicht aus.
Der Senator für Kinder und Bildung, Mark Rackles sieht in Schroeders Entwicklung eine Bestätigung des Bremer Leistungssportkonzepts: "Colin Schroeders Weg zeigt, wie Bildung und Leistungssport zusammenwirken können. Sein Erfolg ist das Ergebnis von Talent, harter Arbeit und einer starken Unterstützung durch Schule, Sportinternat, Verein und Familie, die mitzieht. Ein Nachwuchs-Leistungssport-Konzept, das funktioniert. Die sportbetonte Oberschule an der Ronzelenstrasse steht exemplarisch für unseren Anspruch, jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, sportliche Höchstleistungen zu erreichen, ohne dabei ihre schulische Bildung aus dem Blick zu verlieren. Colin hat bewiesen, dass beides möglich ist."
Die Geschichte von Colin Schroeder ist eine Geschichte darüber, wie Schule, Leistungssport und individuelle Förderung gemeinsam wirken können. Als Achtklässler kam Schroeder an die sportbetonte Oberschule an der Ronzelenstrasse. Sein sportliches Talent war früh erkennbar, schulisch verlief der Weg zunächst deutlich schwieriger.
Colin Schroeder erinnert sich: "Als ich an die Ronzelenstrasse gekommen bin, war ans Abitur überhaupt nicht zu denken. Ich galt als Problemschüler. Schlechte Noten, schlechtes Sozialverhalten." Was folgte, war ein jahrelanger Entwicklungsprozess. Die Kombination aus schulischer Förderung, klaren Strukturen und den Anforderungen des Leistungssports veränderte seinen Alltag grundlegend. Frühtraining, Unterricht, Nachmittag-Training Vereinstraining und Wettkämpfe bestimmten fortan den Tagesablauf. "Genau diese Struktur hat mein Leben verändert. Sie hat mir keine Zeit gelassen, über Unsinn nachzudenken", ist Schroeder sicher.
Eine wichtige Rolle spielte dabei das Bremer Verbundsystem aus sportbetonter Schule, Sportinternat und Verein. Durch den Umzug ins Sportinternat entfielen zudem lange Fahrzeiten, gleichzeitig erhielt Schroeder die notwendige Unterstützung, um die Anforderungen von Schule und Leistungssport miteinander zu verbinden. "Es ging mit Unterstützung der Schule und des Vereins nur noch bergauf. Lehrkräfte haben mir immer wieder gesagt: Du kannst das schaffen, aber du musst dich hinsetzen und arbeiten. Das habe ich irgendwann verstanden." Heute blickt das außergewöhnliche Basketball-Talent nicht nur auf sportliche Erfolge zurück, sondern auch auf einen Bildungsweg, auf den er besonders stolz ist: "Ich bin der Erste in meiner Familie, der Abitur gemacht hat. Ich brauche Herausforderungen – und das Abitur war eine der größten meines bisherigen Lebens."
Für Harald Wolf, Leistungssportkoordinator der Oberschule an der Ronzelenstrasse, steht das junge Basketball-Talent beispielhaft für das, was durch gezielte Förderung erreicht werden kann. "Als Colin zu uns kam, war sein sportliches Talent sofort sichtbar. In schulischen Fragen fehlte ihm damals allerdings noch die notwendige Motivation. Genau dort setzte unsere individuelle Förderung an", sagt Wolf. Gemeinsam mit dem Sportinternat, den EWE Baskets Oldenburg, Tutorinnen und Tutoren sowie zahlreichen Lehrkräften sei über die Jahre ein enges Unterstützungsnetzwerk entstanden. "In der Oberstufe entwickelte Colin mehr und mehr seine starke Persönlichkeit. Gemeinsam haben wir Strategien entwickelt, um Schule und Leistungssport erfolgreich miteinander zu verbinden. Viele Kolleginnen und Kollegen haben dazu beigetragen, ihn sicher zum Abitur und gleichzeitig in den Profibasketball zu begleiten. Colin ist ein echtes Kämpferherz. Er weiß, was er kann und wohin er will, einfach ein Top-Typ."
Nun beginnt für den jungen Bremer das nächste Kapitel. In Fresno wird er Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkten in Immobilienwirtschaft und Landwirtschaft studieren und gleichzeitig auf höchstem College-Niveau Basketball spielen. Erste Tests hat er bereits online absolviert. 30 bis 40 Prozent des Studiums kann er online absolvieren, deshalb funktioniert das von Bremen aus. Spätestens ab Mitte August wird er in Kalifornien sein. Seine Ziele bleiben dabei klar: "Basketball ist meine Leidenschaft, aber Bildung bleibt die Grundlage für alles und Mathe eine echte Herausforderung. Ich muss mich auf allen Feldern weiter verbessern," weiß Schroeder.
Dass er diesen Weg heute gehen kann, verdankt er nicht zuletzt einem System, das an ihn geglaubt hat, als vieles noch offen war. Genau darin liegt die besondere Bedeutung seiner Geschichte – für ihn persönlich, aber auch für den Bildungs- und Sportstandort Bremen.
Ein Finalspiel zum Zunge schnalzen. Die Mannschaften der 5e und 6e zeigten zu Recht, dass sie es bis ins Finale geschafft haben. Gespielt wurde vor der jubelnden Kulisse des gesamten 5. und 6. Jahrgangs in unserem Sportzentrum, die auch einiges geboten bekamen. Schnelle Konter, sowie Bananenflanken, Zuspiele auf die Lücke und auch Rettungstaten, die sonst nur Manuel Neuer vollbringt, wurde den Zuschauern geboten. Unsere Schiedsrichterfrau Frau Goddard musste wenig eingreifen, so fair verlief das Spiel. In der Halbzeit wurde die 5e nach einem Rückstand von Frau Hellmann frenetisch eingeschworen. Motiviert gingen beide Mannschaften in den zweiten Durchgang. Am Ende setzte sich die 6e mit 2:0 durch und darf nun ein Jahr lang den Titel Pausenligameister tragen.
An dieser Stelle wollen wir allen Sportler:innen einen Dank aussprechen, dass sie in ihrer Pause regelmäßig an den Ligaspielen teilnehmen. Dank gebührt auch den Lehrer:innen, die regelmäßig über das Jahr Aufsicht führen (Herr Pajer, Herr Kahl, Frau Samii). Etwas fürs Auge sind auch unsere Mannschaftslogos, die von Frau Poveda in ihrem Kunstkurs erstellt werden. Sie schmücken am Schluss unsere Urkunden, die damit einen besonderen touch erhalten. All diese Dinge lassen vermuten, dass im Hintergrund eine treibende Kraft am Werke ist, die diese Tätigkeiten koordiniert und erfolgreich werden lässt. Diese treibende Kraft ist Frau Schulte, der wir hiermit noch mal aufrichtig danke sagen wollen.
Im Sommer 2025 hat der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) unsere Bewerbung zur "Eliteschule des Sports" abgelehnt. Damals fehlten aus Sicht des DOSB zwei zentrale Voraussetzungen: ein zweiter Bundesstützpunkt neben der Rhythmischen Sportgymnastik sowie die notwendige räumliche Anbindung an einen Olympiastützpunkt mit dessen Serviceleistungen.
Seit Ende März ist sie nun offizieller Partner des Olympiastützpunkts (OSP) Niedersachsen/Hannover. Genau an diesem Punkt könnte die neue Partnerschaft nun an Bedeutung gewinnen.
Für die Ronzelenstrasse ist die neue Verbindung nach Hannover deshalb vor allem sportpolitisch und strukturell bedeutsam. Sie zeigt, dass der Standort inzwischen auch über Bremen hinaus wahrgenommen wird. Zugleich stärkt die Partnerschaft die Position derjenigen, die die Schule langfristig näher an den Status einer Eliteschule des Sports heranführen wollen. Einen zweiten Bundesstützpunkt ersetzt die Kooperation zwar nicht, sie könnte aber die Ausgangslage in einem Punkt verbessern, der bei der DOSB-Absage noch besonderes Gewicht hatte.
Künftig sollen die Athleten ganz konkret profitieren – etwa durch besseren Zugang zu medizinischer und mentaler Betreuung sowie ein noch professionelleres Umfeld. Dass die Ronzelenstrasse im Nachwuchsleistungssport längst einen Namen hat, zeigen prominente Beispiele. Handballnationalspieler Miro Schluroff, Schwimmstar Florian Wellbrock und die aktuelle Bremer Sportlerin des Jahres, Karina Schönmaier, besuchten die Schule. Solche Namen dienen am Standort auch als Beleg dafür, dass schulische Förderung und sportliche Entwicklung hier seit Jahren eng zusammengedacht werden. Derzeit betreiben 380 der 960 Schüler im Stadtteil Horn Leistungssport.